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Gutes Trinkwasser ist Mangelware
Die Grenzwerte werden seit Jahren überschritten.
Der Verband der schleswig-holsteinischen Wasserwirtschaft fordert, die Überdüngung
der landwirtschaftlichen Flächen so schnell wie möglich zu beenden.
Jedes Jahr werden die im Land vorhandenen Grundwasserkörper ( 55 z.Zt.)
durch das Landwirtschaftsministerium überprüft.
Die Trinkwasserverordung legt den Grenzwert für Nitrat bei 50 Milligramm/Lieter
fest. Dieser Wert liegt zwar schon 100 % über der Empfehlung der selbigen Verordnung,
wird aber trotzdem an vielen Stellen überschritten.
So wird der Bereich zwischen Segeberg und Plön generell als schlecht eingestuft,
an einigen Entnahmestellen wird der Grenzwert sogar überschritten.
Schuld an der hohen Belastung, so das Ministerium, sind die Biogasanlagen und Agrarfabriken mit ihren großen Mengen an Gärresten und Gülle.
Es ist mehr als die landwirtschaftliche Fläche aufnehmen kann.
Man sollte meinen, auch dem Bauernverband und seine Mitgliedern liegt an einer gesunden
Umwelt und einwandfreiem Wasser.
Doch weit gefehlt.
Ihr Vorschlag: Die Überschüssige Gülle einfach auf die noch nicht so sehr belasteten Flächen
verteilen.
Dieser Vorschlag ist weder neu noch hilfreich. Schon jetzt wird die Gülle quer durchs Land
gekarrt, damit das Grundwasser auch ja überall gleichmäßig mit Nitrat angereichert wird.
Was kümmert den Bauernverband die Gewässer- und Grundwasserquallität.
Vielleicht sollte man mal an eine Reduzierung der Güllemenge denken.

RK Oktober 2015

Unser täglich Wasser gib uns heute

So, oder doch so ähnlich steht es schon in der Bibel.
Wir hier in Nordeuropa sind mit diesem Wunsch erhört worden.
Wasser haben wir genug.
- die Qualität wird nur immer schlechter
Pestizide, Nitrat (Gülle) und Medikamente sind für unser Wasser eine Zeitbombe.
Sehr viele Schadstoffe passieren die Kläranlagen ohne dass sie herausgefiltert werden können und gelangen so wieder in die Nahrungskette.
Nitrat wird im Körper in Nitrit umgewandelt und ist einer der größten Krebsverursacher.
Immer häufiger müssen Brunnen geschlossen werden durch zu hohe Nitratwerte.
Rund 500 g „Pflanzenschutzmittel“ pro Jahr und Kopf der Bevölkerung wird bei der konventionellen Landwirtschaft auf die Felder gebracht.
Und da es angeblich nicht in die Nahrung gelangt, bleibt es wohl im Boden bzw. im Grundwasser.
Die konventionelle Landwirtschaft vergiftet uns langsam aber gründlich.
Wasser, zumal Grundwasser hat ein langes Gedächtnis.
Die Fehler, die jetzt vermehrt Probleme machen, wurden vor Jahrzehnten begangen.
Würden wir heute in der Landwirtschaft rigoros umsteuern, hätten wir trotzdem noch über Jahrzehnte hinaus mit Schadstoffen angereichertes Wasser.
Unsere Kläranlagen sind nicht in der Lage, alles Gift aus dem Wasser zu entfernen.
Dazu beigetragen hat auch die vermehrte Medikamentenzugabe in der Massentierhaltung.
Viele Medikamente haben zu resistenten Bakterien geführt, die mit immer teureren Antibiotika bekämpft werden müssen.
Obwohl es schon sehr spät ist, könnten wir noch umsteuern.
RK Mai 2014


Killerkeime (MRSA) auch in Stocksee?

Nach Informationen des NDR hat sich das resistente Bakterium MRSA
jetzt auch in Schleswig Holstein stark ausgebreitet.
Im letzten Kalenderjahr waren 2038 Krankenhauspatienten mit diesem lebensbedrohlichen Keim infiziert.
In Europa sterben jährlich 50.000 Menschen an MRSA, und Deutschland hat mit die höchsten Steigerungsraten.
Wer sich mit diesen Keimen ansteckt, den erwartet ein langer Leidensweg. Wundinfektionen, Lungenentzündung, Sepsis und der Tod. Heilung ist nur sehr selten möglich. Der Keim hat es sogar schon bis in die Säuglingsstationen geschafft.

Woher kommt diese todbringende Seuche?
Nach eingehenden Studien haben u. a. die Segeberger Kliniken den Nachweis erbracht, dass die Massentierhaltung für die Verbreitung dieses Bakteriums verantwortlich ist.
„Es ist allein unser leichtsinniger Umgang mit Antibiotika in der Massentierhaltung“, betont Paul Keim von der Northern Arizona University (Studie zum Antibiotikaeinsatz in der Massentierhaltung).
70 % der Schweinemastbetriebe sind mit Keimen belegt, jeder 4. Landwirt ist mit MRSA besiedelt.
Das Robert Koch Institut hat alle Kliniken angewiesen, jeden Landwirt der aufgenommen wird und mit Massentierhaltung zu tun hat, auf MRSA zu testen.
MRSA ist ein Kontakt-Erreger und kann nicht nur von Mensch zu Mensch sondern auch mit der Nahrung aus Massentierhaltung übertragen werden.
Wie sieht es für Stocksee aus, wie gefährdet sind die Menschen in Stocksee.
Eine ehrliche Antwort werden wir wohl nicht bekommen.

Quelle:
» http://www.ndr.de/suche10.html?query=mrsa
» http://de.wikipedia.org/wiki/MRSA#Multiresistenz
Stocksee,
R. K. 2013

Massentierhaltung in Stocksee


Leserbrief zum Artikel in den LN und KN vom 24./25.01.2012 „Schweinemast in Stocksee“
Sehr geehrter Damen und Herren,

aus Anlass der Ereignisse in Köthel (Kreis Stormarn); „Landwirt zieht Bauantrag zurück“ und unserer eigenen Schweinemastbaustelle sowie der bereits im Vorfeld stattgefundenen Berichterstattung über Stocksee, fühlen wir uns als betroffene Stockseer, herausgefordert, Stellung zur öffentlichen Berichterstattung zu nehmen. Journalistisch im Stil und Qualität der Artikel durchaus unterschiedlich bewertbar. Da ist von ausgewogen bis
hin zum tendenziösen „Bild- Journalismus“ alles vertreten.

Zu den Fakten:
Während im Artikel der Lübecker Nachrichten vom 24.01.2012 von Frau Petra Dreu noch versucht wurde, den Fakten weitestgehend Raum zu geben, ist das dem Redakteur Detlef Dreessen der Kieler Nachrichten und Segeberger Zeitung in seinen Artikeln vom 24./25.01.2012 gründlich missglückt.
Mit dem Aufmacher „Die Gemeinde hätte „Ja“ sagen müssen“ und dem Bild unseres Bürgermeisters (ohne ihn dazu gehört zu haben) wird die Leiterin der Kommunalaufsicht Karin Grandt mit den Worten zitiert: „Die Gemeinde hat ihr Einvernehmen rechtswidrig versagt“. Vor dem Hintergrund der noch fehlenden schriftlichen Begründung des Kreises wird hier versucht, Meinung zu machen! Die Gemeinde kommt in den Artikeln gar nicht zu Wort, der Schweinemäster gleich zweimal!!

Über die Presseorgane entsteht so der öffentliche Eindruck rechtlich gesicherter Standpunkte, jedoch ohne endgültige Prüfung und ohne Stellungnahme der Gemeinde. Meines Erachtens ist dies ein ziemlich einseitiges Verhalten der Zeitungen und des Landkreises.
Als direkt betroffene Stockseer hätten wir uns von der Segeberger Zeitung mehr Objektivität und weniger Boulevard erwartet. Das passend dazu die Kieler Nachrichten in das gleiche Horn stoßen, ist da nicht weiter verwunderlich. Einzig die Lübecker Nachrichten haben sich um Objektivität bemüht.

Warum wurde es unterlassen, die Fakten auf den Tisch zu legen? Zum Beispiel, die Aussage von Herrn Kay Schmütz anlässlich der Gründungsversammlung der BI in Dersau; Zitat: „Wenn die Gemeinde das nicht genehmigt, wird es die nächsten dreißig Jahre in Stocksee stinken!“. Oder die unterstellende Aussage des Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes mit dem Zitat: „Ihr wollt doch alle billiges Fleisch essen!“.

Den Argumenten der, nebenbei bemerkt, volljährigen und mündigen Bürger, denen es um gesundheitliche Belange, Lebensqualität, Umweltverträglichkeit und vieles mehr geht, wird, so der allgemeine Eindruck, ziemlich undemokratisch mit Drohungen begegnet.
Man verschließt sich einem ernsthaften Dialog. Es tauchen öffentliche Aussagen eines Stockseer Landwirts auf: „Es herrscht Krieg im Dorf“ oder „Es geht ein Riss durchs Dorf“. Diese zeigen deutlich, welchen Stellenwert die Mitbürger der Gemeinde genießen, die sich mit begründeten Zweifeln und Sorgen um Ihre Lebensqualität dem Profitdenken entgegenstellen.

Erfährt man darüber hinaus, dass Filtermaßnahmen aus Kostengründen gar nicht erst eingeplant wurden, erstellte Gutachten einseitig zu Gunsten des Antragstellers ausfallen und viele Fakten unberücksichtigt lassen, fragt man sich ob die Meinung der Mitbürger überhaupt gefragt ist.
Wenn die Gesprächsbereitschaft des Antragstellers darin gipfelt, öffentlich zu bekunden, nicht kompromissbereit zu sein und alle rechtlichen Maßnahmen bis zur letzten Instanz auszuschöpfen zu wollen, dann siegt die Vermutung
nahe, dass auf Druck der einschlägigen Verbände der Kreis sein Heil in der Ersetzung der gemeindlichen Ablehnung sucht, dies in der Annahme, die Gemeinde würde den Rechtsweg nicht beschreiten.
Da wir alle miteinander leben und auskommen müssen, würden wir uns als ortsansässige Mitbürger einen sachlicheren Umgang mit dieser Herausforderung, sowohl in der Berichterstattung als auch im persönlichen Umgang miteinander wünschen.

Mit freundlichen Grüßen
Sabine und Uwe König



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